Sicht vom Neubau Kunsthaus Zürich auf das alte Kunsthaus
<img src="DSC00698-1.jpg" alt="Portrait Anne Keller Dubach">

Das Kunsthaus Zürich ist mehr als ein Museum – und hat vielfältiges Potential. Darauf hatte sie sich gefreut.

Im Mai 2021 war Anne Keller Dubach von den Mitgliedern der Kunstgesellschaft gewählt worden, um das Kunsthaus Zürich als neu gewählte Präsidentin in neue Dimensionen zu führen – gemeinsam mit der Direktion, dem Team und dem Vorstand. Sie war hochmotiviert, neue, dynamische Impulse zu setzen und das Kulturleben der Stadt engagiert mitzugestalten. Schon zuvor wirkte sie als Beisitzerin zusammen mit Vorstand und Direktion intensiv an den Vorbereitungen zur Eröffnung des erweiterten Kunsthauses mit; und leitete zudem die Findungs­-

kom­mission, die im Juli 2021 Ann Demeester als künftige Direktorin des Kunsthauses Zürich berufen hat.

Anfang September musste sich Anne Keller Dubach aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend von ihren Aufgaben zurückziehen. Am 22. September 2021 ist sie sehr unerwartet verstorben.

«Wir werden Annes herausragende Kompetenz in der internationalen Kunstwelt und ihre engagierte, dynamische Persönlichkeit schmerzlich vermissen», sagte Conrad M. Ulrich, Vize-Präsident der Kunstgesellschaft Zürich.

 

Die Ideen, die sie im Rahmen ihrer Kandidatur engagiert skizziert hatte, bleiben auch nach ihrem Tod relevant und halten sie in der Erinnerung lebendig:

 
 

DAS KUNSTHAUS ZÜRICH

Es gibt keine Zukunft ohne Geschichte: Das Kunsthaus Zürich erfreut sich seit jeher eines grossen internationalen Renommees – darauf wollte sie aufbauen.

Der Schwerpunkt seiner beeindruckenden Sammlung liegt auf der Kunst des späten 19., des 20. sowie des 21. Jahrhunderts. Bedeutende Schweizer Kunst, herausragende Werkgruppen des Impressionismus, des Postimpressionismus und der klassischen Moderne sind ebenso präsent wie alle wichtigen Positionen der neueren internationalen Kunst. Im Herbst 2021 kamen die einzigartigen privaten Sammlungen E.G. Bührle und Merzbacher sowie Werke der Fondation Hubert Looser hinzu. Das Kunsthaus bietet Raum, Kompetenz, Perspektiven, Inspiration und vieles mehr.

200 Mitarbeiter:innen engagieren sich Tag für Tag, um das Kunsthaus mit Leben zu füllen. >20’000 Mitglieder des Trägervereins Kunstgesellschaft Zürich und das Netzwerk der rund 800 Kunstfreunde Zürichs tragen ausserdem wesentlich zum kulturellen Leben in Zürich bei. Auch der Kanton und die Stadt Zürich sind engagierte Partner und unterstützen das Kunsthaus mit substanziellen Beiträgen. Die soliden finanziellen Grundlagen und engen Verbindungen mit langjährigen Partnern und grosszügigen Donatoren haben es erlaubt, dem Kunsthaus mit der Finanzierung des Chipperfield-Baus eine neue Vision mit enormem Potential zu eröffnen.

Mit dem Neubau hat sich die Ausstellungsfläche um rund 50 Prozent vergrössert – hinzu kommen zwei neue Vortrags- oder Bankettsäle und Flächen für drei Restaurationsbetriebe. Damit ist das Kunsthaus nicht nur grösser, sondern auch dynamischer und flexibler geworden.

<"img src="Kunsthaus_Zuerich_Franca_Candrian.jpg" alt="Kunsthaus Zürich">

© Franca Candrian

 
<img src="DSC00698-1.jpg" alt="Anne Keller im Gespräch">

IHRE VISION

«Das neue Kunsthaus kann, soll und wird mehr sein als ein Museum. Das Kunsthaus Zürich wird ein lebendiger öffentlicher Ort sein, wo wir Kunst und Kultur mit Freude erleben, wo sich Freunde treffen, Kinder lachen und Menschen diskutieren. Ja, Debatte ist wichtig, Zeitgeschehen, Inspiration und Kunstvermittlung. Menschen kommen nach Zürich, um das Kunsthaus zu besuchen, weil es spannende Horizonte eröffnet und seine Gastgeberrolle liebt. Und Zürcher kommen vorbei, weil das Kunsthaus ein Teil ihres Alltags ist.»

Anne Keller ging es um anregende Kunst, um starke Inhalte und inspirierende Erlebnisse für Herz, Geist und Seele. Gemeinsam mit der Direktion und dem gesamten Kunsthaus-Team wollte sie neue Visionen entwickeln, zum Nachdenken anregen und Wissen vermitteln. «Das Kunsthaus Zürich bietet nicht nur attraktive Architektur, sondern vor allem Raum: für Fragen und nachvollziehbare Zusammenhänge – im Haus und im Garten, in der Stadt und virtuell». Mit ihr als Präsidentin wollte sich das Kunsthaus auch kritischen Themen stellen: zeitgemäss, mit offenem Ohr und gesellschaftspolitischer Verantwortung.

Sie hatte der neuen Direktion zur Seite stehen wollen, um mit Künstler:innen und anderen Institutionen rund um die Welt mutige, interdisziplinäre Formate zu entwickeln. Und war motiviert, im Austausch mit Partner:innen neue Ideen des Fundraisings und der Finanzierung anzudenken. Diversität und Inklusion standen ebenso auf ihrer Agenda wie proaktive Kommunikation und zukunftsweisende Digitalisierung. Sammler:innen und Donator:innen war sie sehr verbunden und zuversichtlich, die Unterstützung für das neue Kunsthaus weiter ausbauen zu können.

«Das Kunsthaus Zürich braucht dynamische Impulse, Erfahrung und Verankerung in Zürich und eine lebendige Community, die dieses Haus auch ideell mitträgt.» Auf den Dialog mit dieser Community hatte Anne Keller sich sehr gefreut. Am 22. September ist sie überraschend im Kreis ihrer Familie friedlich eingeschlafen.

Wir treffen uns im Kunsthaus Zürich, weil es ein lebendiger Ort sein wird für Jung und Alt  mit eindrücklicher Kunst, überraschenden Perspektiven und spannenden Debatten.

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PROFIL & ERFAHRUNG

Anne Keller verfügte über eine breite internationale Führungserfahrung und bemerkenswerte Kompetenz in den Bereichen Kunst, Kultur und Kommunikation. Sie war über 30 Jahre in renommierten Unternehmen sowie bedeutsamen kulturellen Institutionen engagiert und hat deren Positionierung nachhaltig geprägt.

 

Von 2000 – 2020 zeichnete sie verantwortlich für das Kunst- und Kultur-Engagement der Swiss Re weltweit. Von 2006 – 2020 präsidierte Anne Keller erfolgreich das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft; von 2009 – 2020 amtierte sie als Mitglied/Vize-Präsidentin des Verwaltungsrates des Schauspielhaus Zürich. Auch als Mitglied des Stiftungsrates des Fotomuseums Winterthur sowie des Istituto Svizzero, Rom, und des Swiss Institute, New York, hat Anne Keller ihre Kompetenz und Erfahrung über viele Jahre in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt.

 

Bei Swiss Re war Anne Keller neben dem systematischen Aufbau der bedeutenden Sammlung von primär zeitgenössischer Kunst für die Integration von Kunst, Architektur und Arbeitsplatzkonzepten von Swiss Re verantwortlich und hat Kunst als Teil der Unternehmensidentität weltweit verankert. Darüber hinaus gelang es ihr, das verantwortungsvolle gesellschaftliche Engagement von Swiss Re in Zürich nachhaltig zu stärken.

 

Anne Keller war in der internationalen Kunst- und Kulturszene hervorragend vernetzt und sowohl beruflich als auch persönlich in Zürich nachhaltig verankert.

 

Sie studierte Allgemeine Geschichte und Literatur an der Universität Zürich und absolvierte neben zahlreichen Fortbildungen u.a. ein Executive Management Training an der Stanford University.

 

Ich unterstütze Anne Keller als Präsidentin der Kunstgesellschaft Zürich, weil...

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… das Kunsthaus Zürich unter Anne Keller als inspirierende und inspirierte neue Präsidentin - gemeinsam mit einer neuen Leitung - zu einem wunderbaren Begegnungsort von Menschen und Kunst mit nationaler und internationaler Strahl- und Anziehungskraft wird.

Ines Pöschel, Rechtsanwältin und Verwaltungsrätin, Zürich

… mit dem Neubau eine grosse Chance entsteht, dieser essenziellen Kulturinstitution einen Schub zu erteilen. Es braucht ein Präsidium, das den Bezug zu wichtigen Sammlern auf Augenhöhe pflegt und eine Organisation, die die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ihre Besucher mit Offenheit und Gastfreundschaft empfängt und Künstler und Kunst wieder zu einem essentiellen Erlebnis macht: mit Mut, neuen Ideen und einem niederschwelligem Zugang. Dafür ist Anne Keller genau die Richtige!

Kurt Aeschbacher, Fernsehmoderator, Zürich

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